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Über Ostern zum Gardasee, Teil 2: Osterpässe und Ruhe im Hafen

Samstag …

… Morgen, Blick aus dem Fenster: Das sieht nicht schlecht aus. Der Himmel ist wolkenverhangen, äußerst stimmungsvoll dieses Bild, und es hat immerhin aufgehört zu regnen. Mehr brauch ich doch gar nicht.

KronburgKronburg
Der SamstagDer Samstag

Also frühstücken, zusammenpacken, so viel wie möglich anziehen und los, Richtung Reschenpass. Das Wetter hält sich den ganzen Tag zwischen leichtem Nieselregen, trockenen Abschnitten und hier und da schaut sogar mal vorsichtig die Sonne raus. Kann man nicht meckern, eigentlich. Den Regenkombi hab ich trotzdem an, erstens weil man weiß ja nie und zweitens hält er den kalten Wind raus aus dem Leder. Die Handschuhe sind über Nacht auf der Heizung wieder trocken geworden und ich fühl mich wohl, es ist warm genug und die Straßen sind gut befahrbar. (Hier eine größere Ansicht der Tageskarte.)

Auf dem Reschenpass ist viel los, wie wohl zu jeder Jahreszeit, er ist entsprechend breit ausgebaut und stark befahren, strahlt eher die Nüchternheit einer beliebigen Bundesstraße aus als den Charme eines Bergpasses, es sei denn, man schaut ein bisschen weiter voraus: Der Himmel hat sich etwas aufgezogen und die Aussicht auf jedem einzelnen Kilometer, den ich zurücklege, ist eine wahre Freude.

Wegen des Wetters habe ich wenig gefilmt, außerdem hatte ich an diesem Wochenende mehr Spaß am Fotografieren. Aber ein paar Eindrücke habe ich mitgebracht, kurz und bündig in 30 Sekunden:

[vimeo]https://vimeo.com/93530371[/vimeo]
Vimeo | YouTube

Ich halte am Reschenpass an, auf dem Parkplatz, an dem einfach jeder anhalten muss, zumindest wenn er das erste Mal da ist, so wie ich an diesem Tag. Und selbstverständlich mache auch ich das obligatorische Reschenpass-Foto, bitteschön:

Am ReschenpassAm Reschenpass

Aber ich will weiter, halte mich nicht lange dort auf, bin zu gespannt auf die Pässe, die ich mir für heute und morgen vorgenommen habe: Es sind insgesamt 12; eigentlich 13, aber einer fiel aus, doch dazu später mehr. Ein Blick auf meine „Osterpässe“ (hier die Karte in einem neuen Fenster):

Nächster Halt: Meran. Eine sehr schöne, sehr lebendige Stadt, viele Altbauten und noch viel mehr Menschen. Wenn man nicht mindestens im Tempo des Stadtverkehrs mitschwimmt, wird man links von Motorrollern und rechts von Taxis überholt. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mir nicht die Zeit nehme, diesem Ort die Aufmerksamkeit zu widmen, die ihm zweifellos zusteht, aber schließlich bin ich ja auch nur auf der Durchreise. So bleibt nur ein Moment der Ruhe, mit einem Latte Macchiato und dem Wunsch, irgendwann wiederzukommen.

MeranMeran

Denn jetzt wirds spannend: Ich bin unterwegs zum Gampenpass, auf 1.518 m Höhe. Es ist kalt aber trocken, die Straßen werden schmäler, steiler und kurvenreicher, der Verkehr immer weniger und ich bin froh, dass ich am Freitag tatsächlich losgefahren bin. Weiterlesen →

Albstadt > Schwarzwald > Neckartal

Pepe ist vorausgefahren, wir anderen hinterher: Eine feine Tour von Albstadt durch Schwarzwald und Neckartal, unterbrochen bloß von einem Mittagessen an einem verschwiegenen Ort irgendwo im Grünen, mit Portionen, die auch dem gestandenen Mann den Angstschweiß auf die Stirn treiben, und einmal Eis essen: Irgendwie musste man ja auch die persönliche Betriebstemperatur etwas runterkühlen und überhaupt. Ein Blick auf die Karte:

Außerdem gab’s für mich zwei Premieren an diesem Tag. Nummer 1: Ich bin mit einer GS gefahren. Echt. Und ich muss sagen: Die fährt klasse, die F 800 GS. Ist natürlich alles Geschmackssache, ich weiß, aber: Ich tu mich ein wenig schwer mit der GS ganz allgemein. Zum einen irritieren mich diese beiden unterschiedlich großen Scheinwerfer doch sehr (Karl Dall?), zum anderen irritiert mich, dass ungefähr gefühlt fast jeder eine fährt. Was schon Grund genug ist, keine zu fahren, eigentlich.

Von den ganzen GSen gefällt mir bis jetzt die 800er am besten. Und die paar Kilometer, die ich darauf fahren durfte (Danke, Annette!), haben echt Spaß gemacht: Alles sehr ausgewogen, fühlt sich sofort vertraut an, das Mopped. Und genug Dampf ist auch da.

Und Premiere Nummer 2? War eine ganz kleine, aber immerhin: Das erste Mal mit Ohrstöpseln fahren. Machen andere schon immer, aber ich bis jetzt noch nie. Fazit: auch nicht schlecht, wenn man die Dinger nicht zu tief in die Gehörgänge drückt. Dann ist man nämlich – für meinen Geschmack – zu sehr entkoppelt von Motor- und Umweltgeräuschen. Außerdem drücken sie dann in den Ohren. Wenn man sie etwas lockerer einsetzt, dämpfen sie wirksam die Windgeräusche, was bei einer Tour, die ein paar Stunden dauert, doch sehr angenehm ist.

Musik im Video: www.jamendo.com/de/artist/435524/los-brodies
Foto der BMW F 800 GS: wikimedia
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Vogesen 2013, Teil 1: Col de la Schlucht > Les Trois Fours > Le Hohneck > Grand Ballon


Größere Kartenansicht

Über Pfingsten war ich dieses Jahr in den Vogesen unterwegs. Nach einer völlig verregneten Anfahrt am Freitag und vor einem ebenso verregneten Sonntag und Montag hatte ich am Samstag perfektes Wetter zum Touren. Einige Passagen dieser wirklich schönen und unbedingt sehenswerten Region habe ich gefilmt – mein erstes Video mit der GoPro, übrigens.
Dieser erste Teil der Tour führt ein Stück über die Route des Crêtes aus Richtung Col De La Schlucht, erster Stop Les Trois Fours, dann nach Le Hohneck – der schönste Aussichtspunkt weit und breit, wie ich finde – und von dort aus zum Grand Ballon:


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